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Interviste, video e articoliPubblicato il 19 aprile 2026

Bundesrätin ganz privat - Karin Keller-Sutter: «Ich war kontrolliert rebellisch»

SRF Persönlich (Karin Rüfli) - «Wir duzen uns. Ich boxe ja, und im Boxkeller sagen sich auch alle Du», erklärt Karin Keller-Sutter. Es ist eine von vielen überraschenden Facetten der Bundesrätin.

Podcast

Karin Keller-Sutter und Marco Odermatt - Audio & Podcasts - SRF

Ihr Kürzel KKS ist so bekannt wie ihr Gesicht. «Ich glaube, Sie verwechseln mich», entgegnet Karin Keller-Sutter kürzlich jemandem, der sie auf der Strasse angesprochen und um ein Selfie gebeten hat.

Als Bundesrätin und Finanzministerin geniesst die Magistratin auch die anonymen Momente. Zum Beispiel, wenn sie in einem Laden etwas hat zurücklegen lassen und sie beim Abholen nach ihrem Namen gefragt wird.

Der Bundesrat reist mit – auch in den Ferien

Was macht eine Bundesrätin in den Ferien? Sie telefoniert täglich mit ihren Leuten im Büro, liest Zeitungen und beantwortet Mails, sagt Keller-Sutter. Es gebe auch in den Ferien Tage, die «strub» sind.

Karin Keller-Sutter zitiert ihren ehemaligen Bundesratskollegen Didier Burkhalter, der gesagt hat: «Man ist immer Bundesrat – das ist wie eine zweite Haut.» Man müsse sich damit arrangieren, in den Ferien nie wirklich Ruhe zu haben. Das sei auch eine Frage der Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden.

Die ruhigen Minuten in den Ferien verbringt Karin Keller-Sutter gerne mit Lesen, und sie sei am liebsten den ganzen Tag draussen – am Meer oder anderswo.

Im Boxkeller statt auf der Skipiste

Auf der Skipiste trifft man Karin Keller-Sutter nicht an, sagt die Bundesrätin lachend zu ihrem Gesprächspartner – notabene der aktuell beste Skifahrer der Welt, Marco Odermatt.

Sie kann zwar nicht Ski fahren, dafür aber boxen. Jeden Montag unterzieht sich die 62-Jährige im Boxkeller dem Drill, der diese Sportart mit sich bringt. Mit ihrem Trainer und Coach übe sie Schlagkombinationen. «Einfach hinstehen geht nicht.»

Man müsse wissen, wie man offensiv und defensiv boxt, sagt die Bundesrätin. Da könne es sein, dass man eine halbe Stunde lang das Gleiche mache und Kombinationen abrufe. «Das ist Drill. Ich schätze das, weil ich dabei total abschalten kann».

«Boxen ist mehr als nur ‹schlegeln›», sagt sie. Die Koordination sei sehr anspruchsvoll. Man könne nicht ständig im Angriff sein, sonst sei man zu schnell erschöpft. «Den Gegner muss man kontrollieren können und die Defensive gut beherrschen, um im entscheidenden Moment richtig zuzuschlagen», fasst Keller-Sutter das Erfolgsrezept im Boxen zusammen.

Ihre Fäuste bringt sie in der Politik allerdings nur geistig ins Spiel, sagt die Politikerin lachend.

Im Wechselbad der Gefühle

Mit Herausforderungen war die Bundesrätin immer wieder konfrontiert. Das Präsidialjahr 2025 war für Karin Keller-Sutter besonders anspruchsvoll. Gespräche über die Zölle mit Donald Trump bis hin zu den hitzigen Diskussionen um das Entlastungspaket einerseits. Hinzu kommt der Verlust ihres ältesten Bruders im Herbst.

Sie habe gelernt, viel auszuhalten und mental stark zu sein: «Ich kann mich relativ schnell wieder motivieren und Abstand gewinnen.» Mache man einen Schritt zurück, sehe man, was im Leben wichtig sei: Beziehungen, Austausch und Liebe. Der plötzliche Tod ihres Bruders habe vieles relativiert.

Karin Keller-Sutter musste im vergangenen Jahr einstecken, aber die schönen Momente gab es auch. «Das Schönste für mich war die Begegnung mit dem Papst.»

Die Herausforderungen dürften für die Bundesrätin in der gegenwärtigen Weltlage nicht weniger werden.

Was auch immer kommen mag – Karin Keller-Sutter scheint gerüstet zu sein.

Consigliera federale Karin Keller-Sutter

La consigliera federale Karin Keller-Sutter all'inizio del dibattito al Consiglio nazionale

Biografia

La consigliera federale Karin Keller-Sutter è a capo del Dipartimento federale delle finanze da gennaio 2023.

Foto autografata

Ordinare una cartolina autografata dalla Consigliera federale.

La consigliera federale Karin Keller-Sutter discute con il giornalista Sebastian Ramspeck durante una tavola rotonda.

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Karin Keller-Sutter, presidente della Confederazione svizzera, interviene all'Assemblea generale dell'ONU.

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