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DossierVeröffentlicht am 13. Februar 2024

Der Schweizer Zoll

Am Schweizer Zoll wird überwacht und kontrolliert, Kriminalität und Illegalität bekämpft und es werden Zölle und Abgaben erhoben. Die Dienststellen sind über die ganze Schweiz verteilt. In Bern befindet sich die Direktion.

Das Wichtigste in Kürze

Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) bekämpft die Kriminalität an der Grenze sowie die illegale Migration. Durch die Kontrolle von Lebensmitteln, Tieren und Pflanzen trägt sie zum Schutz von Bevölkerung und Umwelt bei. Sie nimmt zudem wirtschaftliche Aufgaben wahr, indem sie die Ein- und Ausfuhr gewisser Waren überwacht oder Zölle und Abgaben erhebt.

Die Aufgaben des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit

Beitrag zur inneren Sicherheit

Der Schweizer Zoll bekämpft illegale Handlungen, indem er:

  • durch mobile Präsenz im Grenzraum die Sicherheit erhöht.
  • Kriminalität und illegale Migration bekämpft, z.B. durch Personen- und Fahrzeugfahndung.
  • gegen Betäubungsmittelschmuggel und Dokumentfälschungen vorgeht.

Er schützt die Bevölkerung und Umwelt mithilfe:

  • von Lebensmittelkontrollen an der Grenze.
  • von Tier-, Pflanzen- und Artenschutzkontrollen.
  • der Kontrolle des Transports mit gefährlichen Gütern, wie radioaktiven und giftigen Stoffen.
  • der Edelmetallkontrolle.

Er sorgt für Sicherheit im öffentlichen Raum, indem er:

  • den Verkehr mit Kriegsmaterial und Waffen sowie zivil und militärisch verwendbare Güter und explosionsgefährliche Stoffe kontrolliert.
  • prüft, ob Strassenverkehrsvorschriften anlässlich von Ein- und Ausfahrten eingehalten werden.
  • Embargomassnahmen vollzieht.

Wirtschaftliche Aufgaben

Der Schweizer Zoll sorgt für Schutz und Kontrolle der Wirtschaft, indem er:

  • die Ein- und Ausfuhr gewisser Waren überwacht und damit die Landwirtschaft schützt.
  • Marken, geografische Herkunftsangaben, Design- und Urheberrechte schützt.
  • die wirtschaftliche Landesversorgung unterstützt.

Er erhebt Abgaben wie:

  • Zölle
  • Mehrwertsteuer
  • Mineralöl-, Automobil-, Tabak-, Bier- und Spirituosensteuer
  • Schwerverkehrs- und Nationalstrassenabgaben: Vignette, LSVA und PSVA

Er bietet verschiedene Dienstleistungen für die Wirtschaft wie die Statistik des Aussenhandels und des Transitverkehrs an.

Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden und Organisationen

Der Schweizer Zoll arbeitet mit ausländischen Behörden und Organisationen zusammen, zum Beispiel in folgenden Bereichen:

  • Internationale Transite
  • Amts- und Rechtshilfe
  • Beteiligung an internationalen Einsätzen

Ausblick

Neue Entwicklungen und Veränderungen haben tiefgreifende Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Dazu gehören:

  • die Zunahme von Verkehr und Handel
  • die Verschärfung der Umweltsituation
  • die Verbreitung der Automatisierung und Digitalisierung
  • die Intensivierung der globalen Migration
  • das Neuaufkommen von Protektionismus

Das BAZG  begegnet diesem Wandel proaktiv und nutzt die Chancen der Digitalisierung im Interesse ihrer Anspruchsgruppen. Durch das Programm DaziT sollen bis 2025 sämtliche Zollprozesse vereinfacht, harmonisiert und durchgehend digitalisiert werden.

Weiterführende Informationen

Medienmitteilungen zum Thema

  • 18. September 2026

    Bundesrat lehnt die Volksinitiative «Asylmissbrauch stoppen! (Grenzschutzinitiative)» ab

    Der Bundesrat lehnt die Volksinitiative «Asylmissbrauch stoppen! (Grenzschutzinitiative)» ab. Sie würde sehr hohe Kosten verursachen, den Wohlstand in der Schweiz gefährden, die innere Sicherheit schwächen und die humanitäre Tradition in Frage stellen. Zudem ist die Initiative aus Sicht des Bundesrats nur schwer umsetzbar und auch nicht geeignet, um irreguläre Migration und grenzüberschreitende Kriminalität einzudämmen. Er hat an seiner Sitzung vom 18. September 2026 die Botschaft zur Volksinitiative verabschiedet und beantragt dem Parlament, diese ohne direkten Gegenentwurf oder indirekten Gegenvorschlag zur Ablehnung zu empfehlen.

  • 18. September 2026

    Schengen/Dublin stärken Wirtschaft und Sicherheit der Schweiz

    Die Schweiz profitiert in wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Hinsicht erheblich von den Schengen-/Dublin-Abkommen mit der EU. Zu diesem Schluss kommt der Bundesrat in einem Bericht, den er an seiner Sitzung vom 18. September 2026 verabschiedet hat. Ein Wegfall der Assoziierung könnte das Schweizer Bruttoinlandprodukt im Jahr 2035 um bis zu 3,9 Prozent reduzieren. Der jährliche Einkommensverlust könnte sich auf bis zu 1300 Franken pro Kopf belaufen.

  • 17. September 2026

    August 2026: Chemie-Pharma zieht Aussenhandel tief ins Minus

    Nach dem kräftigen Anstieg im Vormonat (+14,6 Prozent) brachen die Exporte im August 2026 um 17,2 Prozent ein – ausschliesslich bedingt durch Chemie-Pharma. Unter Ausschluss der chemisch-pharmazeutischen Erzeugnisse zeigt sich bei den Exporten eine insgesamt positive Entwicklung. Auch importseitig sank der Warenverkehr (–11,6 Prozent) in erster Linie wegen der Sparte Chemie-Pharma. In der Handelsbilanz resultierte ein Überschuss von 5,6 Milliarden Franken.

Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit BAZG

Direktion
Taubenstrasse 16
3003 Bern