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DossierVeröffentlicht am 18. Februar 2026

Bundesschulden

Das Schuldenniveau der Schweiz ist im internationalen Vergleich tief. Doch wie hoch sind die Schulden des Bundes und wie setzen sie sich zusammen?

Das Wichtigste in Kürze

Der Bund hatte Ende 2025 Nettoschulden von 140 Milliarden Franken. Dies entspricht einer Schuldenquote von 16,1 Prozent des BIP.

Das Schuldenniveau der Schweiz ist im internationalen Vergleich tief. Dies verdankt der Bund auch der Schuldenbremse. Sie hat nach ihrer Einführung im Jahr 2003 eine namhafte Reduktion der Bundesschulden ermöglicht. 2020 bis 2022 sind die Schulden infolge der Corona-Pandemie aber wieder deutlich angestiegen. Der Bund stellte zur Abfederung der wirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen rund 35 Milliarden Franken zur Verfügung.

Die coronabedingte Verschuldung widerspiegelt sich im Fehlbetrag des Amortisationskontos. Dieser Fehlbetrag, der durch die ausserordentlichen Ausgaben abzüglich der ausserordentlichen Einnahmen entstanden ist, betrug Ende 2025 26,3 Milliarden Franken und muss gemäss Finanzhaushaltsgesetz (FHG) wieder abgebaut werden. Das Parlament hat entschieden, an diesem vollständigen Abbau festzuhalten, aber die Frist dafür bis 2035 zu erstrecken (mit Verlängerungsmöglichkeit bis 2039). Für den Schuldenabbau dienen die künftigen strukturellen Finanzierungsüberschüsse im ordentlichen Haushalt sowie die ausserordentlichen Einnahmen aus der Gewinnausschüttung der Nationalbank.

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Wie setzen sich die Schulden des Bundes zusammen?

Rund 87 Milliarden davon sind Schulden am Geld- und Kapitalmarkt. Die Nettoschulden des Bundes umfassen zusätzlich auch weitere Verbindlichkeiten, beispielweise offene Zahlungen gegenüber Steuerpflichtigen, Kantonen oder Unternehmungen des Bundes. Die Nettoschulden berücksichtigen das gesamte Fremdkapital abzüglich des Finanzvermögens.

Wie nimmt der Bund Schulden auf?

Um Fremdmittel aufzunehmen, gibt der Bund Schuldpapiere aus, so genannte Eidgenössischen Anleihen («Eidgenossen») und Geldmarktbuchforderungen. Diese Schuldpapiere stellen Wertpapiere dar und können von den Kreditgebern während der Laufzeit, wie andere Wertpapiere auch, frei gehandelt werden.

  • Bei den Geldmarktbuchforderungen handelt es sich um kurzfristige Mittelaufnahmen, also Kredite, mehrheitlich mit einer Laufzeit von drei Monaten und maximal 12 Monaten.
  • Die Eidgenössischen Anleihen garantieren eine langfristigere Geldaufnahme und weisen eine Laufzeit von bis zu 50 Jahren auf.

Für seine Schulden zahlt der Bund einen Preis, die Schuldzinsen. Die Belastungen beliefen sich im Jahr 2025 auf insgesamt 1,02 Milliarden Franken.

Bei wem hat der Bund Schulden?

Da die ausgegebenen Geld- und Kapitalmarktpapiere nicht auf Namen lauten und mit ihnen gehandelt wird, weiss der Bund auch nicht abschliessend, von wem sie gehalten werden. Die Statistik der Schweizerischen Nationalbank liefert jedoch Hinweise, wie sich die Investorenbasis der Eidgenössischen Anleihen zusammensetzen dürfte: zu einem Grossteil aus inländischen Anlagefonds und Versicherungen, etwa 12 Prozent entfallen auf ausländische Anleger, und der Rest verteilt sich auf Pensionskassen, Banken und andere inländische Investoren. Seine Schulden hat der Bund demnach grösstenteils bei institutionellen Investoren im Inland.

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Medienmitteilungen zum Thema

  • 23. April 2026

    Konsolidierte Rechnung 2025: Positives Ergebnis in der Gesamtsicht

    Die Konsolidierte Rechnung Bund (KRB) zeigt die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Bundes inklusive der Unternehmen und der Sozialversicherungen des Bundes. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 22. April 2026 den Bericht zur KRB für das Jahr 2025 genehmigt. Sie schliesst mit einem Überschuss von 9,5 Milliarden Franken ab. Dieses positive Jahresergebnis ist vor allem auf die Segmente Sozialversicherungen und Bundesverwaltung zurückzuführen. Es hat keinen Einfluss auf die finanziellen Herausforderungen des Bundes in den nächsten Jahren.

  • 15. April 2026

    Voranschlag 2027: Massnahmen zur Einhaltung der Schuldenbremse

    Das vom Parlament verabschiedete Entlastungspaket 27 reicht nicht aus, um das Defizit im Haushalt 2027 auszugleichen. Es bleibt ein strukturelles Defizit von rund 600 Millionen Franken bestehen. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 15. April 2026 daher zusätzliche Massnahmen beschlossen, um die Schuldenbremse im Voranschlag 2027 einhalten zu können.

  • 23. März 2026

    Publikation Staatsrechnung 2025

    Ab dem 23. März 2026 ist die Staatsrechnung 2025 in elektronischer Form auf der Webseite der Eidgenössischen Finanzverwaltung (EFV) aufgeschaltet. Die Zahlen sind auch im Datenportal zum Bundeshaushalt verfügbar. Die gedruckte Version erscheint am 14. April 2026. Ergänzend zur Staatsrechnung wird der Tätigkeitsbericht der Bundestresorerie veröffentlicht.

Eidgenössische Finanzverwaltung EFV