Information zur Situation an der Südgrenze

Stand: 22.01.2018

  • Wenn eine Person zu erkennen gibt, dass sie in der Schweiz um Schutz ersucht, hat sie Zugang zum Schweizer Asylsystem.
  • Hingegen werden Personen ohne gültige Reisedokumente, die kein Asylgesuch stellen oder die Schweiz nur transitieren wollen, gemäss Ausländergesetz durch das Grenzwachkorps aus der Schweiz weggewiesen. Viele können gestützt auf das seit dem Jahr 2000 bestehende bilaterale Rückübernahmeabkommen mit Italien direkt an die italienischen Behörden übergeben werden.
  • Die Schweiz respektiert die geltenden europäischen Regeln (Dublin-Abkommen). Die Schweiz kann deshalb nicht zu einem Transitland für die irreguläre Migration werden und ist bestrebt, mit verschiedenen Massnahmen den Transit von Personen ohne gültige Reisedokumente zu verhindern.
  • Das Dublin-System sieht nicht vor, dass sich Asylsuchende ihr Zielland selbst auswählen können. Ein solches System wäre nicht praktikabel. Das Dublin-System stellt hingegen sicher, dass für jedes Asylgesuch ein Land zuständig ist und die Verantwortung gegenüber den Schutzsuchenden übernimmt.
  • Die Schweiz setzt sich schon lange für eine solidarische europäische Asylpolitik ein. Die für die betroffenen Personen schwierige Situation an der Südgrenze zeigt deutlich: kein europäisches Land kann die Herausforderungen alleine bewältigen – weder Italien, noch Deutschland oder die Schweiz. Es wird deshalb künftig darum gehen, nachhaltige, rechtsstaatliche Lösungen zu finden, gemeinsam mit den europäischen Partnern.
    So beteiligt sich die Schweiz auch freiwillig an den Programmen der EU zur Umverteilung von Asylsuchenden, damit sollen stark belastete Staaten entlastet werden.

Weiterführende Informationen

https://www.efd.admin.ch/content/efd/de/home/themen/zoll/info-suedgrenze.html