Reform der Verrechnungssteuer

07.04.2020 - Die Verrechnungssteuer ist eine vom Bund erhobene Quellensteuer in Höhe von 35 Prozent. Sie wird namentlich auf Kapitalerträgen erhoben: Dazu gehören Zinsen, Kundenguthaben, Beteiligungserträge sowie die entsprechenden Erträge aus kollektiven Kapitalanlagen gemäss Kollektivanlagengesetz. Zudem fällt die Verrechnungssteuer auf bestimmten Lotteriegewinnen und Versicherungsleistungen an. Die Verrechnungssteuer bezweckt die Offenlegung von steuerbaren Einkünften und Vermögen von in der Schweiz steuerpflichtigen Personen. Werden Einkünfte und Vermögen in der Steuererklärung deklariert, erhalten sie die erhobene Verrechnungssteuer vollumfänglich zurückerstattet. Im Ausland ansässige Anlegerinnen und Anleger haben je nach anwendbarem Doppelbesteuerungsabkommen Anspruch auf teilweise oder vollständige Rückerstattung der Verrechnungssteuer. In den Fällen, in denen kein Doppelbesteuerungsabkommen mit der Schweiz und ihrem Ansässigkeitsstaat besteht oder nur eine teilweise Rückerstattung vorgesehen ist, dient die Verrechnungssteuer primär der Erzielung von Fiskaleinnahmen.

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Letzte Änderung 07.04.2020

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