Schutz vor Cyber-Risiken

28.05.2019 - Der Bundesrat hat am 18. April 2018 die „Nationale Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyber-Risiken (NCS) 2018–2022“ verabschiedet. Die Strategie baut auf den Arbeiten der ersten NCS (2012–2017) auf, weitet diese wo nötig aus und ergänzt sie mit neuen Massnahmen, so dass sie der heutigen Bedrohungslage entspricht. Sie wurde zusammen mit der Wirtschaft, den Kantonen und den Hochschulen erarbeitet und bildet so die Basis für die nötigen gemeinsamen Anstrengungen zur Minderung der Cyber-Risiken. Die Strategie definiert sieben Ziele, welche über zehn Handlungsfelder erreicht werden sollen. Diese sind sehr vielfältig und reichen vom Aufbau von Kompetenzen und Wissen und der Förderung der internationalen Kooperation über die Stärkung des Vorfall- und Krisenmanagements sowie der Zusammenarbeit bei der Cyber-Strafverfolgung bis hin zu Massnahmen der Cyber-Abwehr durch die Armee und den Nachrichtendienst des Bundes (NDB).

Zur Konkretisierung der Strategie hat der Bundesrat am 15. Mai 2019 den Umsetzungsplan zur NCS 2018–2022 verabschiedet. Der Umsetzungsplan wurde zusammen mit allen beteiligten Bundesämtern, den Kantonen, der Wirtschaft und den Hochschulen erarbeitet. Er legt fest, wer bis wann welche Massnahmen umsetzen soll und welche Leistungsziele dabei erreicht werden sollen. Die Umsetzung wird durch einen Steuerungsausschuss NCS begleitet, in welchem neben den zuständigen Stellen des Bundes auch die Kantone, die Wirtschaft und die Hochschulen vertreten sind.

Basis für die Umsetzung der NCS sind die Grundsatzentscheide zur Organisation des Bundes im Bereich Cyber-Risiken, welche der Bundesrat am 30. Januar 2019 gefällt hat. Dabei hat er beschlossen, für die Verbesserung der interdepartementalen Zusammenarbeit und die Stärkung seiner Führungsrolle im Bereich Cyber-Risiken einen Cyber-Ausschuss aus den Vorstehenden des EFD, des VBS und des EJPD zu etablieren. Der Ausschuss diskutiert über strategische und departementsübergreifende operationelle Fragen mit Bezug auf die Bedrohung durch Cyber-Risiken und berät über den Stand der Umsetzung und die inhaltliche Weiterentwicklung der NCS. Weiter hat er entschieden, im EFD ein Kompetenzzentrum Cyber-Sicherheit unter der Leitung eines/einer Delegierten für Cyber-Sicherheit zu schaffen. Das Kompetenzzentrum nimmt bei der Umsetzung der NCS eine Schlüsselrolle ein. Mit seiner Geschäftsstelle ist es verantwortlich für die Koordination der bundesweiten Umsetzungsarbeiten. Auch operativ wird das Kompetenzzentrum zentrale Aufgaben der NCS übernehmen. Die operative Einheit wird dabei auf der Basis der bestehenden Melde- und Analysestelle Informationssicherung (MELANI) aufgebaut und übernimmt die Funktion einer nationalen Anlaufstelle für Fragen zu Cyber-Risiken.

Faktenblatt

Weiterführende informationen

https://www.efd.admin.ch/content/efd/de/home/themen/Digitalisierung/informationssicherung-in-der-elektronischen-kommunikation.html