Besteuerung digitale Wirtschaft

Das Wichtigste in Kürze

Die Digitalisierung verändert die Wirtschaft und viele Geschäftsmodelle. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erarbeitet deshalb Vorschläge, wie die Gewinnbesteuerung international tätiger Firmen längerfristig an die neuen Entwicklungen angepasst werden kann.


Das Inclusive Framework der OECD-Arbeitsprogramm stellt Lösungsvorschläge vor, die sich auf zwei Säulen stützen. Bis Mitte 2022 soll die OECD die Details erarbeiten:

  • Säule 1 sieht eine Verschiebung von Besteuerungsrechten in Marktstaaten vor. Unternehmen mit über 20 Milliarden Euro Jahresumsatz und über 10 Prozent Gewinnmarge müssen einen Teil ihres Gewinns im Marktgebiet versteuern. Dies dürfte in der Schweiz eine einstellige Zahl von Grossunternehmen sein.

  • Säule 2 sieht einen Mindeststeuersatz von 15 Prozent vor für international tätige Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 750 Millionen Euro. Diese Umsatzschwelle übertreffeneine tiefe dreistellige Zahl an Schweizer Unternehmen plus eine tiefe vierstellige Zahl von Schweizer Tochtergesellschaften ausländischer Konzerne.

Die Schweiz befürwortet langfristige, breit abgestützte multilaterale Lösungen an Stelle einer Vielzahl von unübersichtlichen nationalen Massnahmen.

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Letzte Änderung 23.06.2022

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