Programm SUPERB

Das Wichtigste in Kürze

Das Programm «SUPERB» hat zum Ziel, die Supportprozesse in der Bundesverwaltung zu modernisieren und die bestehenden zivilen SAP-Systeme durch das neue SAP S/4HANA abzulösen. Der Wechsel auf das neue System erfolgt, weil SAP die bestehenden Systeme nur noch bis Ende 2025 unterstützt. Die Kosten für das Programm «SUPERB» belaufen sich auf rund 420 Millionen Franken.


Ausgangslage

Seit rund 20 Jahren setzt die zivile Bundesverwaltung in den Bereichen Finanzen, Personal, Logistik, Beschaffung und Immobilien (Supportprozesse, kurz SuPro) Standard-Software der Firma SAP ein. Vor rund vier Jahren hat SAP angekündigt, die in der Bundesverwaltung eingesetzte SAP-Plattform nur noch bis Ende 2025 weiterzuentwickeln und zu unterstützen.

Am 28. Juni 2017 hat der Bundesrat gestützt auf eine umfassende Marktanalyse beschlossen, im Bereich der Supportprozesse künftig die neue SAP-Standard-Software «S/4HANA» einzusetzen. Auf Basis dieses Grundsatzentscheids wurde die Strategie «ERP-IKT 2023» vom EFD und vom VBS unter Einbezug der übrigen Departemente erarbeitet.

Zentrale Massnahmen

Am 1. Juni 2018 hat der Bundesrat die Strategie «ERP-IKT 2023» zur Kenntnis genommen. Diese sieht vor, dass die zentrale Bundesverwaltung bis im Jahr 2023 ihre Supportprozesse optimiert, integriert und für die weitere Digitalisierung vorbereitet. Zudem sind die SAP-Systeme, welche die Supportprozesse unterstützenden sowie einsatzrelevant sind, vollständig erneuert. Das einsatzrelevante System des VBS wird im Krisenfall rasch abgekoppelt und unabhängig betrieben und genutzt. Ebenfalls sind die Voraussetzungen geschaffen, dass die Fachanwendungen sich über standardisierte Schnittstellen an die Supportprozess-Systeme anschliessen und von den Supportprozess-Funktionalitäten profitieren.

Mit dem Wechsel auf SAP S/4HANA werden die bisherigen SAP-Systeme nicht einfach ersetzt: Die neue Plattform bietet zusätzliche Funktionalitäten und damit Möglichkeiten, die Support-und Geschäftsprozesse zu vereinfachen und zu optimieren und somit – im Sinne der Digitalisierung – zusätzlichen Nutzen zu schaffen.

Finanzielle Folgen

Die Kosten des Programms «SUPERB» für die Jahre 2020-2027 werden auf rund 420 Millionen Franken. Diese Schätzungen wurden durch ein unabhängiges Revisionshaus geprüft und bestätigt.

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 13. Dezember 2019 die Botschaft für die beiden Programme verabschiedet. Beantragt wurden zwei Verpflichtungskredite, nämlich 320 Millionen für das zivile und 240 Millionen Franken für das militärische Umsetzungsprogramm.

Stand der Arbeiten

Ende 2018 wurde die Studienphase abgeschlossen und per Anfang 2019 die Konzeptphase gestartet. Die Konzeptphase läuft bis Ende Juni 2020, mit einer anschliessenden 3-monatigen Test-und Abnahmephase. Die Realisierung wird somit per 1. Oktober 2020 gestartet.

In der Konzeptphase wurden bis Ende 2019 die Prozesslandkarten der Supportprozesse Finanzen, Personal, Beschaffung, Immobilien und Logistik designt und aufeinander angestimmt. In einem nächsten Schritt werden die einzelnen Supportprozesse erarbeitet. Parallel dazu wurden verschiedene Prototypsysteme aufgebaut, um sogenannte Proof of Concept (PoC) durchzuführen. Dabei wird überprüft, ob mit den neuen mit S/4HANA ausgelieferten Systemkomponenten die designten Supportprozesse abgebildet werden können.
 

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Letzte Änderung 26.10.2020

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Dossier des zuständigen Amtes

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