Internationale Steuerkonformität
Internationale Zusammenarbeit prägt das Steuerwesen. Auch die Schweiz arbeitet an der Entwicklung multilateraler Lösungen mit und setzt internationale Standards im Bereich Steuern um.
Die OECD definiert Steueroasen als Orte, an denen internationale Standards im Steuerbereich nicht eingehalten werden und in denen Steuerpraktiken angewendet werden, die international als schädlich eingestuft sind.
- Die Schweiz ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort, der sämtliche internationalen Standards in Steuersachen erfüllt.
- Mit der Einführung der Unternehmenssteuerreform 2019 hat die Schweiz sämtliche von der OECD als schädlich eingestufte Steuermodelle abgeschafft und durch international kompatible Regeln ersetzt. Dies hat die OECD der Schweiz 2020 schriftlich bestätigt.
- Seit 2019 haben internationale Gremien der Schweiz mehrfach attestiert, die internationalen Standards im Steuerbereich korrekt umzusetzen:
- Country-by-Country-Reporting
- automatischer Informationsaustausch
- spontaner Informationsaustausch
- Informationsaustausch auf Ersuchen (Amtshilfe)
- Umsetzung BEPS-Mindeststandards.
Medienmitteilungen zum Thema
Der Internationale Währungsfonds lobt die Widerstandsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft
Zum Abschluss seiner jährlichen Konsultationen mit der Schweiz betont der Internationale Währungsfonds (IWF) die Bedeutung der starken Institutionen und angemessenen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in der Schweiz. In einem schwierigen aussenwirtschaftlichen Umfeld stützen sie die Stabilität und das Wachstum.
Automatischer Informationsaustausch Schweiz–EU in Steuersachen: Bundesrat verabschiedet Botschaft zum Änderungsprotokoll
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 24. Juni 2026 die Botschaft zum Änderungsprotokoll zum Abkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) über den automatischen Informationsaustausch über Finanzkonten zur Förderung der Steuerehrlichkeit bei internationalen Sachverhalten verabschiedet. Das Abkommen wird an den revidierten OECD-Standard angepasst und enthält zudem neue Bestimmungen zur Amtshilfe bei der Einziehung von Mehrwertsteuerforderungen. Die überwiegende Mehrheit der Vernehmlassungsteilnehmenden stimmt der Vorlage zu.
Bundesrat setzt neue Regeln gegen Geldwäscherei in Kraft
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 über das Inkrafttreten mehrerer Erlasse zur Stärkung des Dispositivs zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung entschieden. Das revidierte Geldwäschereigesetz sowie das neue Gesetz über die Transparenz von juristischen Personen und die Identifikation der wirtschaftlich berechtigten Personen treten am 1. Oktober 2026 in Kraft.
Staatssekretariat für internationale Finanzfragen SIF
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Schweiz - 3003 Bern