Internationale Steuerkonformität
Internationale Zusammenarbeit prägt das Steuerwesen. Auch die Schweiz arbeitet an der Entwicklung multilateraler Lösungen mit und setzt internationale Standards im Bereich Steuern um.
Die OECD definiert Steueroasen als Orte, an denen internationale Standards im Steuerbereich nicht eingehalten werden und in denen Steuerpraktiken angewendet werden, die international als schädlich eingestuft sind.
- Die Schweiz ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort, der sämtliche internationalen Standards in Steuersachen erfüllt.
- Mit der Einführung der Unternehmenssteuerreform 2019 hat die Schweiz sämtliche von der OECD als schädlich eingestufte Steuermodelle abgeschafft und durch international kompatible Regeln ersetzt. Dies hat die OECD der Schweiz 2020 schriftlich bestätigt.
- Seit 2019 haben internationale Gremien der Schweiz mehrfach attestiert, die internationalen Standards im Steuerbereich korrekt umzusetzen:
- Country-by-Country-Reporting
- automatischer Informationsaustausch
- spontaner Informationsaustausch
- Informationsaustausch auf Ersuchen (Amtshilfe)
- Umsetzung BEPS-Mindeststandards.
Medienmitteilungen zum Thema
Finanzministerin Karin Keller-Sutter zu Besuch bei ihrer Amtskollegin im Vereinigten Königreich
Bundesrätin Karin Keller-Sutter wird am 24. März 2026 in London ihre britische Amtskollegin, Schatzkanzlerin Rachel Reeves, treffen. Die Ministerinnen werden unter anderem über das Abkommen über die gegenseitige Anerkennung im Finanzbereich und über aktuelle geopolitische Herausforderungen sprechen.
Bundesrat genehmigt Strategie zur Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. März 2026 die Strategie zur Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung gutgeheissen. Mit dieser erstmals erstellten Gesamtsicht stärkt der Bundesrat das Dispositiv, mit dem die Integrität des Schweizer Finanzplatzes auch in Zukunft geschützt wird.
Umsetzung von Open Finance in der Schweiz
Der Bundesrat hat sich an seiner Sitzung vom 12. Dezember 2025 durch das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) über die neusten Entwicklungen von Open Finance in der Schweiz informieren lassen. Um die 2022 festgelegten Ziele zu erreichen, will das EFD die weiteren Fortschritte der Banken- und Versicherungsbranche mit präzisen Indikatoren überprüfen. Auf regulatorische Anforderungen für offene Datenschnittstellen wird vorerst weiterhin verzichtet. Open Finance soll die digitale Selbstbestimmung der Kundschaft sowie die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Finanzsektors stärken.
Staatssekretariat für internationale Finanzfragen SIF
Bundesgasse 3
Schweiz - 3003 Bern