Eveline Widmer-Schlumpf wurde am 16. März 1956 geboren und wuchs zusammen mit zwei Schwestern in Felsberg auf.
Nach dem Jurastudium in Zürich kehrte sie 1981 wieder in ihren Heimatkanton Graubünden zurück, erwarb das Bündner Anwalts- und Notariatspatent und promovierte 1990 an der Universität Zürich. In der gleichen Zeitspanne heiratete Eveline Widmer-Schlumpf und wurde Mutter von drei Kindern. Im November 2011 wurde sie Grossmutter.
Von 1987 bis 1998 arbeitete sie als selbständige Rechtsanwältin und Notarin. 1985 wurde sie ins Kreisgericht Trins gewählt und präsidierte dieses von 1991 bis 1997. Als Grossrätin arbeitete sie in den Jahren 1994 bis 1998 in zahlreichen Kommissionen mit. Am 15. März 1998 wurde sie in die Bündner Regierung gewählt. Ab dem 1. Januar 1999 bis zum 31. Dezember 2007 war sie Vorsteherin des Departements für Finanzen und Gemeinden. In dieser Zeit wurde sie zwei Mal zur Regierungspräsidentin gewählt (2001 und 2005).
Am 12. Dezember 2007 wurde Eveline Widmer-Schlumpf von der Vereinigten Bundesversammlung in den Bundesrat gewählt. Am 1. Januar 2008 trat sie das Amt als Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements EJPD an. Auf den 1. November 2010 wechselte sie ins Eidgenössische Finanzdepartement. Am 8. Dezember 2010 wurde sie von der Vereinigten Bundesversammlung zur Vizepräsidentin des Bundesrats für das Jahr 2011 gewählt, am 14. Dezember 2011 zur Bundespräsidentin für das Jahr 2012.
In ihrer bisherigen politischen Laufbahn war sie in verschiedenen Verwaltungskommissionen tätig. Von 2001 bis 2007 war sie Präsidentin der Konferenz der kantonalen Finanzdirektoren. Ausserdem war sie Mitglied des Leitenden Ausschusses der Konferenz der Kantonsregierungen. Zwischen 2004 und 2007 war sie Mitglied des Bankrates der Schweizerischen Nationalbank.
Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf ist Mitglied der BDP Schweiz.