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Schlussbericht der EVK-Steuergruppe

14. Aug 1998 - Damit die diesjährige Rechnung der Pensionskasse des Bundes (PKB) - unter Vorbehalt der Altlasten - genehmigt werden kann, sind grosse Anstrengungen nötig. Dies schreibt die Steuergruppe zur Prozessüberprüfung der Eidgenössischen Versicherungskasse (EVK) in ihrem Schlussbericht, den der Bundesrat zur Kenntnis genommen hat. Die grössten Engpässe für den Restrukturierungsprozess und die Bereinigung der Altlasten lägen bei der starken Belastung des Personals, das zudem unter hohem Erwartungsdruck stehe. Die Steuergruppe, die zusammen mit der EVK Vorschläge für eine neue strategische Ausrichtung der PKB entwickelte, löst sich auf. An der Umsetzung der Empfehlungen arbeitet bereits eine neue Projektorganisation.

Ab dem Jahr 2001 soll eine neue PKB in der Form einer selbständigen, öffentlich-rechtlichen Anstalt geschaffen werden. Der Kreis der Versicherten soll sich künftig auf die zentrale Bundesverwaltung und angeschlossene Organisationen beschränken. Bereits auf Anfang 1999 sollen die Versicherten der Swisscom in eine private Vorsorgestiftung übertreten. Für die Post wird dieser Schritt gemäss Schlussbericht nicht vor 2003 vollzogen. Zur Steigerung der Vermögenserträge soll eine moderne Anlagepolitik betrieben werden können. Die entsprechende Botschaft, die eine rasche Umsetzung der Übergangslösung erlaubt, wurde bereits dem Parlament unterbreitet. Die Ausgliederung der Eidgenössischen Ausgleichskasse und der sozialen Dienste wird zurzeit als eine von mehreren Optionen geprüft.

Effizienz dank Workflow

Das Personalinformationssystem Supis ist definitiv in die betriebliche Verantwortung der PKB übergegangen. Demnächst beginnt die elektronische Dossierbereinigung (Workflow). Diese Schlüsselmassnahme erlaubt eine wesentlich effizientere Bearbeitung. Dadurch soll der Abschluss der Daten- und Dossierbereinigung bis Mitte 2000 ermöglicht werden. In ihrem Schlussbericht stellt die Steuergruppe fest, dass von den 43 EVK-relevanten Empfehlungen der PUK PKB 15 definitiv erledigt oder hinfällig geworden sind. 15 weitere sind noch in der Umsetzung und 13 sind noch offen und von der EVK weiter zu verfolgen.

Damit die diesjährige Rechnung der PKB - unter dem Vorbehalt der Altlasten - abgenommen werden kann, sind gemäss Steuergruppe noch grössere Anstrengungen nötig. Voraussetzungen dazu werden gegenwärtig im Rahmen eines neuen Projektes unter der Projektoberleitung Change EVK geschaffen.

Projektoberleitung Change EVK

Mit der Ablieferung ihres Schlussberichts wird die Steuergruppe zur Prozessüberprüfung EVK unter Peter Arbenz nach zweijähriger Tätigkeit formell aufgelöst. Für die Umsetzung der von ihr entworfenen und vom Bundesrat abgesegneten Strategie ist seit anfangs Juni eine Projektoberleitung (POL) verantwortlich. Sie stellt mit externer Unterstützung den gesamten Veränderungsprozess sicher. Die POL untersteht dem Vorsteher des EFD und wird von Peter Arbenz geführt. Ferner gehören ihr der externe Berater Vitus Schönenberger und EVK-Direktorin Elisabeth Baumann an. Das neue Gremium hat operative Entscheidungskompetenzen. Für das Tagesgeschäft ist weiterhin ausschliesslich das EVK-Direktorium verantwortlich.

Die Steuergruppe kommt in ihrem Bericht zum Schluss, dass die grössten Engpässe im Hinblick auf den Restrukturierungsprozess und zur Bereinigung der Altlasten im Personalbereich liegen. Die Mitarbeitenden würden wegen des hohen politischen Erwartungsdrucks unter Abnützungserscheinungen leiden. Dementsprechend bestehe eine überdurchschnittliche Fluktuation. Die getroffenen Massnahmen bilden auch eine wichtige Grundlage für das Arbeitsklima und für das Vertrauen in die Erreichbarkeit der gesteckten Ziele.

14. August 1998

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