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Schweizer Teilnahme an IWF-Quotenerhöhung

08. Jun 1998 - Der Internationale Währungsfonds (IWF) trägt dem Wachstum der Weltwirtschaft in den letzten fünf Jahren durch eine Aufstockung seiner finanziellen Mittel Rechnung. Der Bundesrat hat der Beteiligung der Schweiz an der entsprechenden Quotenerhöhung zugestimmt. Die Schweizer Quote steigt um rund 40 Prozent auf knapp 3,46 Mia. SZR (6,9 Milliarden Franken) und macht etwa 1,63 Prozent aller Quoten aus. Die Aufstockung des Schweizer Beitrags belastet den Bund nicht. Das notwendige Kapital wird von der Schweizerischen Nationalbank zur Verfügung gestellt.

Die Quoten sind die Kapitalanteile der Mitglieder des IWF. Sie stellen die wichtigste Quelle der finanziellen Mittel des Währungsfonds dar. Gemäss seinen Statuten muss der IWF mindestens alle fünf Jahre den Umfang und die Verteilung der Quoten überprüfen. Die 11. Allgemeine Quotenüberprüfung ist im vergangenen Januar abgeschlossen worden. Der Gouverneursrat hat dabei eine Kapitalerhöhung von 45 Prozent beschlossen. Dadurch wird das Gesamtvolumen des Währungsfonds auf rund 212 Mia. SZR (424 Mia. Fr.) angehoben. Drei Viertel der Quotenerhöhung wird proportional zu den bisherigen Quoten verteilt. Mit dem Rest sollen die Quotenanteile in eine bessere Übereinstimmung mit dem relativen wirtschaftlichen Gewicht der Mitglieder gebracht werden. Die beschlossene Quotenerhöhung tritt erst in Kraft, wenn eine qualifizierte Mehrheit der Mitglieder ihre Teilnahme ratifiziert haben.

Durch die Quotenerhöhung steigt die Quote der Schweiz von bisher 2,47 Mia. SZR (4,9 Mia. Fr.) auf 3,46 Mia. SZR (6,9 Mia. Fr.). Ihr neuer Quotenanteil beträgt 1,63 Prozent, derjenige ihrer Stimmrechtsgruppe 2,60 Prozent. Das Kapital, welches für die Teilnahme an der Quotenerhöhung benötigt wird, stellt die Schweizerische Nationalbank zur Verfügung.

Der Bundesrat begrüsst die beschlossene Quotenerhöhung. Sie schafft die finanziellen Voraussetzungen, damit der IWF auch in Zukunft rasch und flexibel auf Zahlungsbilanzprobleme seiner Mitglieder reagieren kann. Als offene Volkswirtschaft profitiert die Schweiz in besonderem Masse von den Anstrengungen des IWF zugunsten eines stabilen internationalen Finanzsystems. Um die Rolle unseres Landes in den Institutionen von Bretton Woods zu bewahren, ist eine Teilnahme der Schweiz an der Quotenerhöhung unerlässlich.

Auskunft: Fritz Zurbrügg, Eidg. Finanzverwaltung, Tel. 031/ 322 60 48

8. Juni 1998

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