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Nachdem im Oktober 2010 feierlich der Grundstein ins Fundament des künftigen Bundesstrafgerichts eingelassen wurde, rückt nun das Aufrichtfest näher. Anfang Mai wurde der Rohbau fertig gestellt. Das Ende des gesamten Bauvorhabens, dessen architektonische Lösung im Jahr 2008 in einem Projektwettbewerb ermittelt worden war, ist für August 2013 vorgesehen.
Das Bundesstrafgericht ist seit 2004 in Bellinzona tätig und ist bislang in provisorischen Räumlichkeiten untergebracht. Wie das Bundesgericht in Lausanne und das Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen hat auch das Bundesstrafgericht seinen definitiven Standort als Zeichen des politischen Willens zur Dezentralisierung ausserhalb Berns erhalten. Für den definitiven Standort stellte der Kanton Tessin dem Bund das Gebäude der ehemaligen Handelsschule (Scuola cantonale di commercio) zur Verfügung. Das Bauprojekt von Bearth Deplazes Architekten, Chur, zusammen mit Durisch Nolli Architekten, Lugano, wertet mit dem Umbau die historische Bausubstanz auf und ermöglicht durch den Neubau optimale Arbeitsabläufe.
Das Bundesstrafgericht beurteilt als Strafkammer in erster Instanz Straffälle in Bundeskompetenz, die vor allem Bereiche wie Geldwäscherei, Korruption, Terrorismusfinanzierung und Wirtschaftsdelikte betreffen und meist einen internationalen Bezug aufweisen. Die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts beurteilt Beschwerden gegen Handlungen und Verfügungen insbesondere der Bundesanwaltschaft sowie im Bereich der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen.